El Vedado

Im 16. Jahrhundert wurde zum Schutz gegen Piraten die Kultivierung und Besiedlung der angrenzenden Erhebungen der Stadt Havanna untersagt. Die Gegend, die damals hauptsächlich aus Felsen und Dschungel bestand, wurde so zu einem verbotenen Ort (im Spanischen: vedado). Erst im Jahr 1858 wurde hier schließlich eine Siedlung gegründet, die ab 1870 aufzublühen begann. Mit dem Beginn von Kubas Unabhängigkeit vom kolonialen Spanien haben sich ab 1902 hier die neuen Eliten Kubas niedergelassen und das Viertel zu einem attraktiven und architektonisch vielfältigen Residenzviertel gemacht.
Ab den 1930er Jahren wurden im Vedado dann die einzigen wenigen Hochhäuser Havannas gebaut. Heute befinden sich im Vedado viele Regierungs- und Verwaltungsgebäude, mehrere Botschaften sowie zahlreiche Theater, Galerien, Museen, Kinos und Restaurants. Das Vedado von heute ist das Zentrum der Stadt, zeichnet sich aber gleichzeitig durch begrünte Straßen und viele Parks aus, die auch Momente von Ruhe und Erholung versprechen.

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